Martinstag

Im November wurde zu Ehren des heiligen St. Martin am Rheinufer das Martinsfeuer abgebrannt. Eine Woche zog man mit kleinen Handwagen durch den Ort. Man Klingelte an jeder Haustüre und nahm alles Brennbare mit was man finden konnte. Einige Einwohner warteten schon auf uns, da sie über Wochen brennbares Material für uns gesammelt hatten. Wenn man kein Brenngut hatte, Spendete man ein paar Groschen, und es wurde das „Dotzelied“ gesungen. Ein paar Tage vor dem Martinstag traf man sich an der Ahrbrücke um abgestorbene Äste zu sammeln und sie zum Martinsfeuer zu bringen. So entstand nach und nach ein schönes Feuer was durch die Feuerwehr aufgestapelt wurde. Am Martinsabend traf man sich auf dem Schulhof zur Fackelprämierung. Es wurden nur die Fackeln prämiert, die von den Kindern ohne Hilfe eines Erwachsenen gebastelt wurden. Wenn St. Martin auf dem Schulhof eintraf, wurden Weckmänner mit Tonpfeifen verteilt. Danach ging man gemeinsam mit den Erwachsenen singend zum Martinsfeuer welches durch die Feuerwehr angezündet wurde. Heute wird das Martinsfeuer außerhalb der Wohngebiete im Badenacker abgebrannt. Der Junggesellenverein öffnet diesen Platz an zwei Samstagen vor dem Martinsfest, wo die Einwohner von Kripp ihr Brennmaterial hinbringen können. Am Martinsabend findet morgens in der Schule und in den Kindergärten das Martinsspiel statt. Am Abend trifft man sich an der Grundschule und geht in einem Festzug gemeinsam zum Feuer. Anschließend gibt es dann die heißbegerten Weckmänner und natürlich den traditionellen Uhles in den Räumen der Feuerwehr Kripp. Die Fackelprämierung gibt es leider nicht mehr, aber dafür bekommen die Schule und die beiden Kindergärten den Erlös aus dem Losverkauf des Junggesellenvereins.