Strohbärtreiben

Das Strohbärtreiben hat eine lange Tradition. Der Strohbär wird im Karneval seit 1927 erwähnt. Allerdings nicht als Karnevalsfigur, sondern er symbolisiert den Austrieb der Winters und Herbeisehen des Frühlings. Gefertigt wird der Strohbär aus Stroh, was sich durch lange Halme auszeichnet. Der Träger dieses Strohkleides, meistens das jüngste Mitglied im Junggesellenverein, trägt in der Regel dicke Kleidung und hat seinen kopf mit einer Mütze geschützt. Zum Binden werden zwei Personen benötigt, die das jüngste Mitglied ganz in Stroh einbinden.

 

Im Junggesellenverein Kripp wurde 1949 das Strohbärtreiben zur Belustigung der Dorfjugend und der Preismaskenball am Karnevalsdienstag wieder eingeführt. Dieses Fest der Narren wurde in den 70er Jahren auf den Karnevalssamstag verlegt und wird heute durch den musikalischen Beitrag des Tambourcorps und verschiedener Gruppierungen aus Kripp und der Umgebung bereichert. Der Preismaskenball ist anderen Karnevalsveranstaltungen gewichen, dass Strohbärtreiben als alte Tradition ist dem Ort erhalten geblieben – und dies ohne Unterbrechung.